*brinkmanship*

September 29, 2008 at 17:15 (Interpersonelles, Party, Werbewelt)

Das Wochenende war zur Abwechslung mal ein bisserl aufregender.

Freitag Abend also Cannes Rolle schauen mit der Schwester. Aber ganz ehrlich – irgendwie waren die Spots in den letzten Jahren besser! Oder lag das an der Auswahl?

Der beste Spot – nämlich der, an den man sich später auch erinnern kann – ist dann wohl der:

Ganz im Gegensatz zu der aufgeweckten Japanerin, war little Miss nach Pizza und Werbung natürlich zu zach, um noch nach Schwechat auf die Party zu fahren. Sorry, S.! Ob sie wirklich so böse ist, nicht auf meine sms zu reagieren??

Und dann war Samstag.

Müde wackelt little Miss morgens ins Bad – und schreckt zurück. Hat sie tatsächlich das Licht brennen lassen? Nein, kann nicht sein, den Deckel hätt sie nie oben gelassen! Und dann checkt sie, was los ist – oder vielmehr war – und ist gleich amal a bissl grantig.

Aber sie verkneift es sich doch, den Schatz sofort und auf der Stelle aus den Federn zu werfen und zur Rede zu stellen. Da wartet sie lieber, bis ihr Ärger verraucht ist.

Und dann setzt sie sich auf die Bettkante. Nachdem er wach ist, spricht sie das Thema dezent an. Und wünscht sich ein geputztes Klo.

Dafür geht sie auch Gassi und Frühstück holen.

L. versinkt natürlich wieder im Drakensang. Und ja, Faszination für ein Spiel kann sie zwar nachvollziehen, aber ein bisserl pissed ist sie da schon.

Im Endeffekt putzt er doch. Mit der Brause, wie sie später anhand des überfluteten Badezimmers feststellen muss *grr*. Najaaa.

Und trotzdem darf er am Abend wiederkommen und sogar den Ami-Freund zu ihr einladen. Denn es gibt die schwierigsten Nudeln auf der Welt zu essen. Jaja, kein Scherz. Lange Maccheroni essen sich gar nicht mal so leicht! Viel Luft, wenig Nudel. Wie Schläuche! Ach, und aus denen macht man also Spaghetti, oder wie? ;o)

Na egal.

Zu spät aber doch macht sie sich auf den Weg zu St.
1 x Bus und 2 x U-Bahn. Er macht die Tür auf – wortlos – und geht wieder nach nebenan, um weiter mit Barcelona zu telefonieren. N. ist schon da und schaut ob ihrer Verspätung missmutig. Aber wo ist das Püppchen??

Ohje, da hat little Miss die Info wohl nicht ganz verstanden. Püppchen kommt später. Bis auf ein bis zwei öha-Momente gibt es zu diesem Teil des Abends auch nicht mehr zu sagen.

Und irgendwann ist es spät und wir verabschieden uns.

Draußen steht ein blauer Cadillac. „Ach, wenn der jetzt offen …“ meint N. und zieht versuchsweise am Türgriff. Wups. Die Tür ist offen und gibt den Blick auf Ledersitze und ein überdimensionales Lenkrad frei. Mannsen! Was wir jetzt alles anstellen könnten! Aber wir sind vernünftig – da hinten wohnt schließlich die Polizei. Wir widerstehen der Versuchung, wie wir es vielleicht an diesem Abend noch öfter machen sollten.

Aber auf die Aufregung gehen wir doch noch zum Püppchen. N. macht den Bartender und mixt Kakao mit Vodka für little Miss. Ähm, little Miss und Vodka?

„Schmeckt wie Kakao!“ ruft N. wieder und wieder. Und gibt nebenbei auch noch zu, damit bereits haufenweise Mädls verführt zu haben.

Blöd nur, dass er Puder- statt Vanillezucker verwendet hat. Dieses Gebräu sieht aus, als hätte er genau damit Mädls bereits erfolgreich zum Kotzen gebracht …

Und dann auch noch Vodka. Little Miss versucht zu verweigern, aber der Gruppenzwang ist doch stärker.

Dafür sagt sie erfolgreich nein zum Folgegetränk. „Tequila mit Karottensaft“ kann sich gar nicht gut verstehen mit Vodkakakao und Magner’s, oder?!

Und N. und das Püppchen reden schon die ganze Zeit seltsam rum. Wie ernst ist es ihnen eigentlich damit? Irgendwie hat little Miss doch Schwierigkeiten, das einzuschätzen. Weil, dass sie selber org ist, weiß sie ja. Aber wie sieht das bei den anderen aus? Wie weit würden sie gehen??

Irgendwie erinnert sie das Ganze an eine Situation, die sie schon mal hatte. Und innerlich muss sie darüber schmunzeln.

Schon witzig, dieses Spiel aus sich etwas wünschen und sich etwas trauen.

Nach langem Hin und Her landet sie dann doch in des Püppchens Bett. Wobei sie nicht genau weiß, wie das eigentlich vonstatten gegangen ist. Püppchen links, N. rechts, die Unsicherheit und little Miss frierend in der Mitte.

Ich könnte jetzt, was wäre wenn, könnten wir dann noch, wäre alles anders, warum jetzt, und warum nicht, mehr schaden als nützen, aber gemütlich isses allemal, wie sehen das die anderen eigentlich???

Aber nein.

Bis auf dass N. ihre Bänder löst und ihren Bauch freilegt passiert gar nichts. Nicht einmal ein unschuldiger Kuss.

Maybe for the better …

Aber die Rechnung mit dem Püppchen ist immer noch offen. One day or another …
vielleicht auch erst im Parallel Universe.

N. und little Miss gehen. Ja, der Z-Schlüssel ist immer noch beeindruckend, wenngleich auch nicht mehr so stark, wie er mit 16 hätte sein können. Und Hinnenhof muss jetzt auch nicht sein.

Stattdessen setzt N. little Miss ins Taxi. Wo könnte man gegen 4 Uhr morgens besser über Politik diskutieren? Schließlich steht der Wahlsonntag an, oder hat vielmehr schon begonnen.

Als sie heimkommt ist L. noch wach. Zwar spielend, aber immerhin. Müde fallen wir ins Bett.

Und am nächsten Tag gehen wir kurz vor knapp – aber immerhin – wählen. Das erste Mal nicht im heimatlichen Hernals. Und auch ganz ohne Eltern. Sogar die Hochrechnung im Fernsehen lässt sie nachher ausfallen. Aber wählen war sie trotzdem, ganz brav und mit Hund.

Nur, gebracht hat es wenig. Den Rechtsumschwung in Österreich hat auch sie nicht verhindern können. Und nach gebackenem Camembert und Spinattascherln lassen wir To The Lighthouse erstmal sausen und besinnen uns stattdessen auf etwas viel Wichtigeres.

War ja auch Zeit.

;o)

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