*arouse*

Oktober 20, 2008 at 17:08 (Uncategorized)

Freitagabend kommt sie heim. Will nur schnell ein paar Sachen erledigen, schließlich wartet L. auf sie und der muss weg und sie hat doch keinen Schlüssel. Nur noch schnell die DVD aus dem Laufwerk … oi.

 

Und wenn ich den Computer NUR GANZ KURZ aufdreh, nur die DVD rausnehm und schon können wir weiter spielen, dass wir keinen Strom haben?!

 

M-m. Is nicht. Trotzdem witzig, wie sehr man als Mensch an seinen Gewohnheiten hängt. Da werden Lichtschalter wieder und wieder reflexartig gedrückt, natürlich völlig ohne Wirkung. Aber wenn man das jahrelang so gelernt hat, dass es davon heller wird, dann lernt man das eben nicht von einem Tag auf den anderen um. Naja. Jetzt dauerts eh nimmer lang. Hoffentlich hat sie sich bis dahin nicht wirklich so weit umgewöhnt, dass sie reflexartig nach dem Knopf der Stirnlampe auf ihrem Kopf greift, wenn sie mal Licht braucht. :o.

 

Ganz nett an der ganzen Sache ist jedoch, dass man plötzlich auf Sonnenauf- und
-untergänge achtet und damit der Natur wieder ein Stückerl näher ist.

 

Jetzt ist es dunkel. Umso schneller ist sie bei L., aber er und der Ami-Freund müssen noch mal weg. Und haben Nudeln mit Sardellenpaste gegessen. Bäh.

 

Das DVD-Laufwerk bei L. zickt zwar auch, aber wenn man mal das Passwort weiß, kann man ja auch andere Sachen anschauen, Stromberg zum Beispiel. Büro, das ist nämlich Krieg :o.

 

Die zweite Folge grad zu Ende, da läutet es. Ach, dass die schon zurück sind? Aber gut, feines Timing. Neugierig spenzt sie durch den Spion. Aber hey, das sind sie ja gar nicht! Es sind D & W! Und mir hat keiner was gesagt, dass sie zu Besuch kommen.

 

Anyway, nach der anfänglichen Nervosität kriegt little Miss die Rolle der Gastgeberin ganz gut hin. Und dann kommen L. und der Ami-Freund auch zurück.

 

Und jetzt versteht little Miss erst, was es mit diesem Überraschungsbesuch auf sich hat. D & W wollen ihre gut gesicherte Musik zurück auf die Platte kopieren. Na, das kann dauern …

 

Tut es auch tatsächlich. Bis halb 5 Uhr morgens. Aber langweilig wird uns nicht. Wir spielen Backgammon, erörtern so wichtige Fragen wie ob Haie eigentlich ein Skelett haben (ja, haben sie! Aus Knorpeln, danke Tante Wiki) und gegen halb 3 kommen wir auf eine kursierende Doku zu sprechen.

 

Zeitgeist nämlich.

 

Ganz schön starker Tobak. Jesus ist eine abgekupferte Kopie. 9/11 ist nur ein weiteres Beispiel einer korrupten Regierung, die ihre Bevölkerung verblendet. Und schuld an allem ist eigentlich das Geld. Und die Bankiers, für die der Krieg anscheinend von großem Interesse ist und die eine einzige Weltherrschaft anstreben.

 

Eine traurige Welt ist das.

 

Aber wer weiß, ob man all dem Glauben schenken darf? Tante Wiki setzt sich eher kritisch mit dem Film auseinander, siehe auch hier.

 

Nur, die Jesus-These, die wird da nicht so wirklich widerlegt, sondern als interessant eingestuft. Ist sie auch! Also, Kinder, nehmt Euch die Zeit, schaut Euch das Filmchen mal an und macht Euch Euer eigenes Bild!

 

Und wenn ihr fertig seid, lest das hier.

 

Man sollte sich ja immer zwei Seiten anhören. Mindestens. Wenngleich die offizielle Darstellung ja eher so aussieht.

 

Aber alles in allem wirklich ein spannender Film. Danke, Paul. Und danke Synchronizität.

 

Als wir am nächsten Morgen aufwachen, drängt zwar die Zeit, doch das Bildungsprogramm geht weiter. Was, Du hast What the bleep do we (k)now? noch nicht gesehen?! Nein, hab ich nicht. Also ziehen wir ihn uns teilweise an diesem schönen Samstagmorgen rein.

 

Ganz schön schwierig, diese Quantenmaterie! Aber hübsch anschaulich erklärt. Zumindest für den Laien.

Umso unerfreulicher, dass der Film im Internet eher als Humbug abgetan wird. Siehe auch hier.

 

 

Wie schade! 

Dabei hat gerade diese Vorstellung ihr so gut gefallen. Dass das Wasser lebt. Dass es einen Unterschied macht, ob man Thank you oder Fuck you zu einem Wassertropfen sagt. Und dass er diesen Unterschied beim Eiskristallisieren in wahrer Schönheit visualisiert. Welche Wirkung haben diese Worte dann erst auf uns?

 

Emoto glaubt ja auch daran, dass es geht!

 

Aber jaja, das ist ja wieder alles so ein Sektengschichtl. Schade, wegen dieses Hintergrunds ist seine Glaubwürdigkeit wohl flöten gegangen.

 

Und Schnitzel hält little Miss für „etwas verwirrt“, wenn sie solchen Humbug glaubt.

 

Aber schön ist es doch … Und außerdem: Die Bibel ist ein geschlossenes Buch.

 

Zudem, die Sache mit der Gedankenkraft an sich ist ja auch nicht neu. Die hatten wir schon in The Secret und in den Conversations with God.

 

An irgendwas muss man schließlich glauben. Und da bietet sich diese These doch eigentlich an, immerhin bezieht sie sich nicht auf angebliche Geschehnisse und Verhaltensregeln, die mittlerweise seit Jahrtausenden überholt sind, sondern kann jeden Tag aufs Neue ausprobiert und mitunter auch bewiesen werden.

 

Du kannst alles erreichen – mit der Kraft Deiner Gedanken.

 

Man zieht tatsächlich reale Dinge damit an. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das Gutscheinheft, das little Miss zum Familienessen mitbringt, einen Gutschein enthält, mit dem man in genau dem Lokal, in dem sie essen, einen Schlüsselanhänger mit Taschenlampe bekommt. Und auf freundliches Nachfragen hin, gleich 5 davon. Und was braucht little Miss stromlos grade ganz dringend? Ganz recht!

 

Bei den Feierlichkeiten am Abend hingegen gibt es Grund für ein kleines Ärgernis.

 

Ja, wir führen eine Beziehung, in der man ehrlich sein darf. In der man auch mal sagen darf, wenn einem irgendein anderer Mensch gefällt. Aber man muss ja nicht gleich anfangen zu sabbern und „Wow“ stammeln, wenn sich die Kellnerin mal eben über einen beugt, oder? Und man macht es auch nicht besser, wenn man dann zu seiner Verteidigung nur sagt, ach, Kellnerinnen, die kriegt man eh nie, die kennen jeden Spruch und werden täglich von irgendwem angequatscht.

 

Stattdessen sollte man lieber mal wieder WOW zu seiner little Miss sagen. Das bringt viel mehr!!!

 

Verständlicherweise ist die nach dieser Aktion nämlich eher grantig.

 

Aber R. und Erwin beruhigen ein bisschen und flugs geht’s – trotz Müdigkeit – weiter zur nächsten Party.

 

Dafür haben wir also so viel Musik kopiert! S. ist auch da. Nur blöd, irgendwie ist die Party öd. Little Miss gibt sich deshalb dem Long Island hin und findet sofort alles witziger als alle anderen. Sogar fast die laute Kreischlachtussi. Das hält auch noch an, bis wir gehen. Schwanke, wanke, Schiffschaukel.

 

Und ZZZZZZZZ. Weg ist sie.

 

Der Sonntag gestaltet sich eher ruhig. Wir sehen uns den zweiten Teil vom Zeitgeist an und genießen einander.

 

Weil, traurig ist das schon. Wie schon beim Elektroauto. Die Möglichkeiten, die Technologie – alles wäre machbar, aber die Machthabenden verhindern den Fortschritt in eine ökologische, nachhaltige Zukunft, in der die natürlichen Ressourcen perfekt eingebunden werden – zugunsten von Öl und Krieg, weil das eben mehr Kohle bringt.

 

Man könnte wirklich heulen.

 

Bleibt nur zu hoffen, dass sich das ändert und sie doch noch den Umschwung schaffen, bevor es zu spät ist …!!!

 

Ein kleiner persönlicher Trost: S. wünscht sich, öfter angejammert zu werden und damit an little Miss’ Leben teilhaben zu können.

 

Oh yes, yes I will …

 

 

Jetzt aber: Signing out. Man muss all diese Theorien ja auch mal verarbeiten …

 

PS: Morgen früh kommt das Licht zurück!

 

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