*eerily beautiful*

November 3, 2008 at 17:19 (Party)

Jej, jej, Halloween!

Dachte sie zumindest, als sie Donnerstag losstreifte, um irgendwo in Wiens Einkaufsmekka eine tolle Verkleidung zu finden. Aber: nichts da. Knecht Ruprecht gäbs, oder eine Marie Antoinette Perücke um nahezu geschenkte 40 Euronen. Die sind ja verrückt! Und sonst gar nichts. Die sind wohl alle nur auf Fasching spezialisiert. Pah.
Zurück im Bergwerk wollte sie abends eigentlich nur gaaaaanz kurz auf die Abschiedsfeier, weil doch danach ein Treffen mit den Mädchens ausgemacht war. Aber, wie das so ist, da trinkt man einen Prosecco und will eigentlich schon gehen, aber dann tratscht man nett mit A., klein-Brokkoli mixt einem einen Aperol-Spritzer (welch grandiose Kombi mit der Werberplörre *börks*) und im nächsten Moment macht einem R. aus der Buchhaltung ein Kompliment nach dem anderen – und little Miss damit ganz schön verlegen! Nachdem sie ihn mit einem mädchentypischen „Vielleicht“ auf später vertröstet, macht sie sich leicht angesäuselt auf den Weg zum Mädchentreffen. In einem Nichtraucherlokal! Nicht schlecht, dieses weggehen ohne stinken. Aber die Mädchens sind schon wieder müde und verabschieden sich recht bald. Dafür ist es hübsch, mit dem Püppchen noch einen Tee zu trinken.

Danach könnte sie natürlich noch mal zu der Abschiedsfeier schauen, aber eigentlich ist sie auch schon leicht angemüdet. Also fährt sie nach Haus und fragt sich, wie ernst es dem Schatz mit „dann rufen wir uns eben um 2 zusammen“ war. Nicht sehr ernst, stellt sich um 5 raus, als little Miss mit steifem Nacken von der Couch ins Bett übersiedelt.

Schön ist das, so ganz allein. Keine Lästwanze von Hund, die einen in aller Früh weckt und ausgeführt werden will. Kein kleiner Kobold von Freund, der, kaum aufgewacht, nach seinem Frühstückskaffee kräht. Simply Börga. Wundervoll! Aber so ganz ungewohnt. In welcher Reihenfolge macht man nochmal alles, wenn man alleine ist und keinen Stress hat?

Nunja, während sie sich hübsch pflegt, verpasst sie auch schon einen Anruf. Und kurze Zeit später lässt sie die Wäsche Wäsche sein und kommt samt Kürbiskernbrot zum Schatz zum Frühstück. Niiiiice!

Jetzt heißt es nur noch loskommen, immerhin haben wir viel vor! Aber das dauert natürlich wieder. Besonders, wenn man dann doch noch mal heim muss, um die Wäsche dann doch noch aufzuhängen. Und eigentlich wollte man das Püppchen doch gar nicht warten lassen!

Aber, ein Glück, sie nimmt das locker.

Und schon sind wir unterwegs. Komisch, das Geschäft, in dem man eigentlich endlich ein eigenes Backgammon für die little Miss kaufen wollte, ist plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Macht aber nichts. Gehts eben ohne Zwischenstopp gleich weiter zum Halloweenausstatter. Nachdem man ihn endlich gefunden hat – oh Schreck – steht da ein Pulk von Leuten davor. Hat der etwa noch nicht offen? Doch, erfahren wir, aber der Andrang ist so groß, dass sie immer nur eine kleine Anzahl von Leuten auf einmal reinlassen. Na, serwas.

Also ziehen wir weiter zur anderen Filiale. Auch da machen die heute das Geschäft ihres Lebens. Little Miss findet recht bald eine abscheuliche Hexenmaske, die noch dazu erschwinglich ist. Schade, die bösen Krankenschwesternstrümpfe passen doch nicht so ganz dazu. Und die ganzen Kostüme sind der little Miss ja viel zu groß! Wieder und wieder durchsucht sie das Angebot. Schade, die Dark Mistress gibt es nicht in klein. Aber hey, eine Samtbluse mit Schnürung vorne und Trompetenärmeln, die könnte sie doch direkt probieren … 36/38 klingt auch nicht so verkehrt.
In der Umkleide das übliche little-Miss-Problem. Hui, das Ding ist aber ganz schön luftig. Um nicht zu sagen: gewagt. Als little Miss aus der Umkleide tritt, bleibt L. gleich mal der Mund offen stehen. Und auch die beiden Jungs, die gerade noch über unterschiedliche Umhänge debattiert haben, sind verstummt.

Ich glaub, das nehm ich.

:o)

Und dazu noch den hübschesten aller Hexenhüte.

Und dann gehen wir mit L.’s Mama Käse kaufen. Mit der Hexenmaske in den Supermarkt gehen ist fun. Besonders wenn Leute ganz entsetzt aufschreien, wenn man unvermittelt hinter dem Olivenregal hervortritt.

Nach viel Hin und Her und einer schmackhaften Käseplatte kanns dann endlich, endlich losgehen. Doch was ist das? Die Schwester hat eine Blume ihres Wasserleichenkostüms verloren und möchte heimgehen und einen Film schauen. Was ist denn das bitte für eine Ausrede? Ich hab meine Blume verloren?!

Das schreit nach Trick or Treat. Also machen wir uns auf und scharren gar schaulich mit unseren Hexen- und Knochenfingern an der schwesterlichen Tür. U-oh, scheint, als hätten wir da ganz unbeabsichtigt ein Samhain-Ritual gestört …

Nunja, dann eben weiter. Der Amifreund will getroffen werden und mindestens auf ein Cider mit dem Püppchen will man zu Halloween gehen. Doch ohje, das Püppchen ist müde. „Draußen war es kalt und drinnen war es warm“ … auch nicht die beste Ausrede des Jahres. :o/ Aber weil sie unser liebstes Zuckerpüppchen ist, verzeihen wir ihr noch einmal.
So ein Mist, der Amifreund ist auch nicht erreichbar.

Was ist denn das für eine Feiermoral, bitteschön?!

Relativ ziellos irren wir über den Gürtel. Geraten fast in die Fänge der Inquisition. Und müssen uns haufenweise dumme Sprüche von unverkleideten Langweilern anhören. Das Highlight schlechthin: „Jössas, ana vo de Taliban!“ Und da hatte sie die Maske noch nicht einmal auf. Auf was für Ideen die Leute kommen! Naja. Wien ist eben anders. Dafür saß ein Möter in der U-Bahn.

Wir irren also weiter. Ganz schön nass unter dieser Maske! Und plötzlich verschlägt es uns zum Knecht. Heeeey, da stehen Leute davor. Da wird doch nicht etwa eine Halloweenparty stattfinden? In der Tat! Und nach einem schnellen Cider (must!) gegenüber, ist es schon wieder seeeehr praktisch den Türsteher zu kennen. Schwups sind wir backstage, inmitten von einem Haufen blutiger Zombies, die sich auf ihre Splattereinlage vorbereiten. Wer hat die denn so hübsch geschminkt? H.! Es ist tatsächlich H.! Das hübscheste aller Sonnenkinder aus der Vergangenheit. Das Mädchen, mit dem little Miss ihre erste Nacht in der Arena durchgemacht hat. Freude schöner Götterfunken! Und H. freut sich auch sie zu sehen. Und meint, sie sähe zum Anbeißen aus. Hei, ist das schön, wenn das gepeinigte Ego (langsam) gestreichelt wird. Noch dazu von so einem hübschen Mädel …

Nunja. Spaß, Spannung, Blutflecken und Grusel. Betrunkene Zombies. Gar kein Alkohol für little Miss. Arthur, der in voller Montur das Fürchten lernt. Und unser Freund, der Türsteher. Und der Hinweis von F., dass Frauen sich(oder vielmehr: ihr Licht) niemals niemals unter den Scheffel stellen dürfen, weil sich das das Unterbewusstsein merkt.

Keinen Cent haben wir ausgegeben, als wir glücklich so gegen halb 5 zum Taxistand wackeln. Und L. kann es kaum erwarten, heimzukommen …

Hui, am nächsten Tag ausschlafen. Welch seltenes Vergnügen! Und dann gleich mal bis halb 3. Wundervoll! Wir wackeln zu L. und genießen lecker Frühstück. Eigentlich wollten wir am Abend zur zweiten Teil der Halloweenparty, die mit spannenden Hexenverbrennungen lockt. (Vielleicht hat sie nicht das beste Kostüm dafür …) Aber irgendwie sind wir dann doch zu zach. Und die Gesichtshaut hatte gar keine Freude damit, stundenlang unter einer Gummimaske zu schwitzen. Pfui, Pustel! Naja, aber immer noch besser als Schminke.

Also bleiben wir zu Haus, essen die obligatorischen Kürbisnudeln (yummy!) und schauen Halloween 4. Schaurig schön!

Blöd nur, dass little Miss so verdammt schlecht schläft. Vielleicht wars der Film, vielleicht auch die Insel. Am nächsten Tag ist sie jedenfalls nicht ganz so happy. Und während der Schatz nicht nur neue Kreaturen, sondern auch Gebäude entwirft, widmet sich little Miss wieder ihrem eigenen Spiel. Zwei Sonntage hintereinander sind irgendwie seltsam, aber doch auch hübsch.

Flink hüpft little Miss abends auch noch zur Videothek und holt Shutter. Wieder mal ein Film mit furchtbar schlechten Kritiken. Wieder mal ein Asia-Abklatsch. Aber Pacey schauen wir gerne zu, auch wenn seine Gespielin zurecht als „unsympathisch bis nervig“ beschrieben wird. Trotzdem, die Parallelen zu „The Ring“ sind unverkennbar. Und, ganz ehrlich – gefürchtet hat sich little Miss doch.

Das war also das Wochenende. Und Montagfrüh sind wir nicht nur unwillig; da der Toast verschimmelt ist, müssen wir auch noch aufs Frühstück verzichten :o(

Und dann kommen noch vor 10 schlechte Nachrichten. Na toll.

Alle Szenarien hatte sie heute schon durch. Und das Gespräch mit der Obrigkeit hat auch (endlich?) stattgefunden. Wenn auch nicht unbedingt zur Zufriedenheit.

Aber: erstmal setteln lassen.

Werbeanzeigen

1 Kommentar

  1. magdasagt said,

    eigentlich…

    na egal.

    ich will dich als hexe sehen. und zwar am freitag im cortez. gut? gut!
    bis dann du hexe,
    wünscht sich
    die magda.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: