*thronged*

November 7, 2008 at 10:46 (Interpersonelles)

Jej, jej, seit gestern haben wir also unsere Tickets für Berlin. Aber fies ist das schon, da heißts zerst ewig „nein, geht noch nicht, der Zug ist noch nicht freigeschaltet“ und wenn’s dann endlich soweit ist, ist alles ausgebucht! Frechheit! Aber na gut, wir sparen dadurch einen Haufen Geld, weil wir diesmal tagsüber fahren und nicht im Schlafwagen. Und wir sind gleich einen Tag früher dort. Jej! Berlin, Berlin!

 

Dann waren wir gestern noch in der dunklen Wohnung vom Großvater, um uns das eine oder andere Andenken mitzunehmen.

 

Am Heimweg ein bisserl gereizt gestritten, aber das ist bald wieder vergessen.

 

Und dann ruft die Mama noch mal an, nachdem man sich eh schon nach den Neuigkeiten erkundigt hat.

 

Die Schwester bräuchte Hilfe. Und man solle nicht so grauslich sein. Wo sie es doch eh schon schwer genug habe. Und eh geht’s ihr (der Mutti) nicht gut. Und dann das mit dem Papa. Und man solle doch vernünftig sein. Und zwischen Schwestern sollte es nicht so zugehen. Und: ruf sie doch an und hilf ihr. Sie traut sich nicht, dich anrufen. Sie hätte da ein paar Fragen.

 

Und little Miss hadert mit sich selbst. Weil einerseits will sie ja immer unbedingt helfen. Aber andererseits sind da schon ein paar sehr unschöne Dinge gesagt bzw. geschrieben worden. Und schließlich braucht die Schwester was von ihr. Könnte ja auch über ihren Schatten springen und sich entschuldigen. Weil, zuerst sagen, man wäre nicht so unersetzlich, wie man vielleicht denkt, und einen dann doch wieder brauchen, naja. Fies ist das jedenfalls. Dass ihr die Mama da ein schlechtes Gewissen macht.

 

Überhaupt, wo sie doch noch nicht mal wirklich was gegessen hat und es ist schon wieder 10. Und die letzten beiden Nächte jeweils nur 6 Stunden Schlaf. Und der Schatz quengelt auch schon, dass er hungrig ist und zum Chinesen gehen will. Und da soll sie jetzt die Schwester anrufen, was anmutet wie ein Eingeständnis, dass man unrecht hat. Und dann auch noch Fragen beantworten, die sicher nicht in 5 Minuten abgehandelt sind. Und dann ist man vielleicht doch genervt, weil man schließlich hungrig und müde ist und dann kann man sich wieder anhören, dass man unmöglich ist. Aber das eingeimpfte schlechte Gewissen von der Mutti …

Unfair ist das. Verdammt unfair. So eine blöde Situation. So ein blödes in-die-Ecke-gedrängt-werden.

Tu das, was wir wollen oder kämpfe gegen dein schlechtes Gewissen …

 

Und im Endeffekt ruft sie dann doch nicht an. Weil sie schon beim Chinesen vor lauter Müdigkeit fast vom Sesserl fallt. Und endlich bei L. angekommen auch nur den Anfang der ersten Point Whitmark Folge mitbekommt, bevor sie wegpennt.

 

Heute ist sie wieder munter. Und wenn sie jetzt eine liebe Entschuldigungs-SMS bekäme, würde sie natürlich gerne helfen …

 

Danke übrigens für das tolle Werbefundstück, Püppchen!

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