*reunion*

November 18, 2008 at 14:21 (Interpersonelles)

Börga ist glücklich.

Samstag war sie noch allein allein. Hat brav all ihre Dinge erledigt. Verbissen alles getan, was sie nur allein tun kann. Fieberhaft Dvds geschaut und gespielt. Nur um irgendwann zu merken – Schätzchen, Du versuchst nur die Zeit totzuschlagen bis er sich endlich meldet. Mach Dir nichts vor, Du schielst schon dauernd so nervös nach dem Telefon.

Wenn Du mit ihm zerstritten bist, lebst Du in der Warteschleife. Das Essen schmeckt Dir nicht. Und bei allem was Du tust, fragst Du Dich nachher: Und, wem werd ich das erzählen? Wer wird dafür stolz auf mich sein?

Er fehlt Dir. Und ohne ihn fühlst Du Dich nicht vollständig.

Ob das nur Gewohnheit ist?

Die Sonne scheint. Er hat zwar auf ihre abendliche Danke-sms nicht reagiert, aber sie könnte ihn ja anrufen und ihm einen Spaziergang mit Aussprache vorschlagen. Immerhin ist es so schön draußen …

Hat sie endlich eine Ausrede gefunden?

Ach, egal. Eigentlich sollte sie verdammt nochmal jeden ihrer jung-und-knackig-Tage voll ausnutzen.

Sie ruft ihn an. Er brummt ins Telefon. Es ist zwar schon fast drei am Nachmittag, aber der Herr schläft. War wohl aus.

Aber gut. Der Druck ist weg, jetzt wo sie angerufen hat. Jetzt, da sie weiß, dass es ihm gut geht. Auch wenn sie gleich wieder auflegt, als ihr klar wird, dass sie ihn schon wieder aufgeweckt hat.

Plötzlich ist alles locker. Sie kann wieder atmen. Und die abgrundtiefe Traurigkeit hat sich verzogen.

Gut so!

Da hat sie die ganze Zeit darauf gewartet. Und dann klingelt das Telefon ausgerechnet auf der Gassirunde. Und die Eltern gabeln sie auf.

Doch dann ist es endlich so weit.

Versöhnung. Versöhnung! VERSÖHNUNG!

JEJ!

So eifrig hätt sie sich die Partydetails schon ausgedruckt gehabt. Aber nach Transdanubien ist es weit. Und das Bett ist gerade so gemütlich. Und L. plötzlich so interessiert.

>Pastetchen<

>furchtbar liebhab<

>Nudeln und Knuddeln<

Wunnerwunnerschön.

Man könnte fast meinen, da wird nur der Versöhnung wegen gestritten.

Aber gut, scheint, als gäbe es Neuigkeiten für das Manual.

Sie muss sich direkt entschuldigen.

Der Punkt ist nämlich: Wenn Du für jemanden ungebeten etwas tust, kannst Du – auch wenn es nett war – keine Gegenleistung verlangen.

Das ist wie damals, wenn die Mama Dein Zimmer geputzt hat und dafür verlangt, dass Du irgendwas für sie tust.

Funktionieren tut das Ganze jedoch über Bestechung. Ich gehe jetzt Gassi, dafür hab ich dasunddas gut. So geht das. Also, der Tauschhandel an sich ist nicht das verdammenswerte. Es ist immer eine Frage des Wie.

Und Gott, Börga ist froh. Der Liebste ist weiterhin der Liebste. Und sehnt sich nach ihr, genauso wie sie sich nach ihm. Das Leben ist schön!

Und das Kopfradio singt mit:

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1 Kommentar

  1. magdasagt said,

    hej little miss happy,
    sieht man sich eigentlich morgen? wär gut.

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