*discontinued model*

Dezember 9, 2008 at 18:10 (Film, Interpersonelles, Party)

Klar, wenn der Samstag schon so beginnt, muss man sich ganz schön anstrengen, um doch noch einen hübschen Tag daraus zu machen. Wenn einen der Schatz morgens annölt, warum man noch nicht Frühstück holen oder mit dem Hund rausgegangen ist, dann geht man eben heim. Und ist ein gutes Kind. Nimmt Mohnstriezerl und Brot für den störrischen Liebling mit. Und wartet, dass er endlich auftaucht. Dazwischen kann man auch locker nochmal einkaufen gehen und ihm einen exquisiten Nikolaus mitbringen, das dauert nämlich gute 4 Stunden, bis er dann doch kommt.

Und W. kommt auch. Und wir albern rum und L. kocht für uns – Seitan und Tofugeschnetzeltes mit Paprikasauce und Nudeln. Jej! Nur das Finnchen ist wieder sauer, weil es in seiner Welt alle auf seinen dummen Knochen abgesehen haben. Nunja.

Eigentlich ist heute Abend ja Party von den Ex-Schulkollegen. Aber irgendwie ist little Miss zaaaaach. Und der Schatz ruht sich wiedermal aus. Dafür darf little Miss S.s grantige Anrufe entgegennehmen. Ein zweifelhaftes Vergnügen. Mag sie gar nicht, erst nicht in die Pläne nicht eingeweiht werden und sich dann für ihre Nichteinhaltung rechtfertigen dürfen. Und dann fuckt sich der Schatz auch noch an, „sie solle ihre Entscheidungen nicht immer von ihm abhängig machen“. Äähm, das tut sie ja auch nicht. Eine Entscheidung ist abhänging von den Möglichkeiten, zwischen denen man sich entscheidet. Und die hätte sie halt gern gekannt. So!

Aber er ist grantig. Fuckt sie an und geht heim. Vielleicht überlegt sie sich ja noch, ob sie mitkommen will. Die Goa-Party ist heute Abend nämlich gar nicht so interessant, wie das Fest von Kollege M. Na dann.

Doch dann ruft er doch nochmal an und lenkt ein. Braver Bub! Und so gegen Mitternacht machen wir uns dann doch noch zu der Feier auf.

Oi, das ist schon wieder eine Kostümparty. Und schon wieder hat uns keiner was davon gesagt. Naja, macht ja nichts. Die Altbau-WG ist groß. Ungefähr 7 Menschen leben fix hier. Und ungefähr 70 sind zu Besuch. What a Party … !

Ziemliche freakiges Publikum. Ziemlich viele als Diven verkleidete Männer. Und achselhaarige Hippiemädels. Nunja. Börga sippt an ihrem Cola. Munterbleiben!

S. hat uns ja hängenlassen. Dafür ist Kollege M. da. Und schon reichlich betrunken. Und ein Mädchen namens Mauren flirtet mit dem Schatz. Grrr. Geht ja gar nicht! Schon wieder so eine: Naja, ich bin ja viel unterwegs, wohne noch nicht so lange hier, lass uns tanzen-Tante. Tzz. Mein Schatz, Finger weg! Und dann sekkiert sie uns auch noch dauernd mit Fenster auf/Fenster zu. Pff.

Überhaupt, Studenten-Altbau-WGs mit Hochbetten sind irgendwie sooo mainstream!!!

Naja. Dafür gibts vegetarisches / veganes Essen. Jej!

So gegen halb 3 läutet überraschenderweise das Telefon. Es ist … der Praktikant! Was sie so macht, wo sie grad ist. Er ist ja ganz in der Nähe. Na klar kommt er auf die Party …

Äääääääh …

Okay, langsam wirds zach. Sowohl die Party wie auch diese seltsamen Aktionen. Und – müssen sie jetzt tatsächlich auf den Praktikanten warten? Weil, eigentlich hat sie ja am Telefon gesagt, sie wisse nicht, ob sie noch länger bleibe.

Also warten wir vorerst, um uns dann doch fertigzumachen – und, wie könnte es anders sein – dem Praktikanten, der gerade zur Tür hereinkommt, in die Arme zu laufen. Ein kurze Unterhaltung auf dem enormen Schuhberg. Und ab nach Hause!

Tjaha, der nächste Tag hätte eigentlich ein ruhiger Sonntag werden sollen. Aber irgendwie wird da nichts draus. Wo ist Erwin, wenn man ihn braucht?!

Stattdessen kommt der Ami-Freund den Schatz abholen. Und als sie wiederkommen, kochen sie für little Miss. Viel Luft, wenig Nudel, Teil 2. Dafür mit 3 Sorten fettiger Pampe und dazu Tiefkühlgemüse. Doch auf den ersten Blicke sieht es – ohje – so aus, als würde es nicht für drei reichen. Auwei. Little Miss will schon die zweite Runde kochen, aber der Schatz überredet sie dann doch, erstmal anzufangen. Dazwischen kommt noch S’A, was ein bisserl blöd ist, weil sie grad mitten im Wäsche aufhängen ist. Aber, was solls. Wir haben ihn gern, er löst unsere Probleme :o)

Nach dem Essen geht L. stufenlos in den Ausruh-Modus über. Vielleicht will man heute ja wieder weggehen? Ähm, 4 days in a row? I don’t think so!

Irgendwann hat man genug von seltsam amüsierten Leuten. Und vor allem ist man irgendwann fed up mit den ganzen dummen Stories, Alter.

Andererseits, wie vermittelt man dem Ami-Freund jetzt, dass man gerne ein bisschen Zeit zu zweit verbringen täte, ohne unhöflich zu wirken? L. macht es sich da leicht. Legt sich auf die Couch, und tut, als würde er schlafen. Muss sich ja wie angekündigt „ausruhen“. Und little Miss darf sich wiedermal den Kasperl runterreißen. Jej.

Und dann ruft S. wieder an und meckert, wieso man L. eigentlich nie erreichen könne. Ääääh. Little Miss muss sich schon wieder für etwas rechtfertigen, das sie nicht verschuldet hat. Grmpf. Machts euch doch euren Scheiß untereinander aus, wie wärs?

Na egal. S. möchte gern zum sonntäglichen Chai-trinken. Hmm, mal lieber nichts versprechen, aber darüber nachdenken. Vorher haben wir nämlich noch etwas vor. Auf die Empfehlung hin Neununddreißigneunzig schauen nämlich. Und hey, es ist zwar lange her, dass sie das Buch gelesen hat, aber so weit sie sich erinnert, war es selbstmitleidiger, überzogener, langweiliger Crap, der nicht unbedingt durch besonders schöne Sprache überzeugte. Mag sein, dass das an der Übersetzung gelegen hat.

Aber dafür ist der Film eigentlich gar nicht so schlecht. Auch wenn die Synchronsprecher nerven, so sind doch einige tolle Momente zu verzeichnen. Wenn ein Werber (Achtung: Spoiler!) zum Beispiel fast an einer OD Koks abkratzt und sich plötzlich als Partikelchen in der Ursuppe des Uterus wiederfindet – und sein ungeborenes Baby streckt die Hand nach ihm aus :o)

Oder wenn er sich mit seinen Freunden ein lustiges Smiley reinpfeift und plötzlich ist alles bunt und comicartig. Also, von den Effekten her durchaus ein sehenswerter Film.

Aber naja, das Ende, das Ende.

Variante eins ist vielleicht realistisch, aber irgendwie reicht das nicht. Immerhin ist es ein Film. Wer will da schon etwas Realistisches sehen? Ende Nummer zwei dagegen ist kitschig und beschissen. Unrealistisch, aber leider auch unglaubwürdig. Nunja, immerhin hat man damit den Kreis geschlossen und der Film beginnt da, wo er anfängt.

Trotzdem – wie lange dauert so ein Happy End denn? Wie lange, bis sich Sophie zum ersten Mal darüber aufregt, dass er die ganze Zeit kokst und sich nicht um den Gschropp kümmert? Ach. Bloß nicht aufregen.

Nach dem Film schlafen wir ein und wechseln nach der Gassirunde um 4 – klassisch – ins Bett über.

Der Montag steht im Zeichen des Spielens. Jej, so ein Feiertag rockt! Immer schön abwechselnd spielen. Und der Schatz ist lieb und geht Gassi und holt ihr eine Apfeltasche. Mmmmm!

Dafür kommt er später nicht mit zum zweiten Adventtee bei der Schwester.

Die Eltern kommen little Miss holen, damit sie den Fernseher für die Schwester nicht mit der Straßenbahn rumkutschieren muss. Und der Schatz bleibt bei ihr zuhaus, um sich um das Hündchen zu kümmern. Zu 6t oder 7t wärs auch ganz schön eng in der schwesterlichen Küche!

Und dann gibt es Nikolaus-Geschenke von der Mutti. Worüber soll sich little Miss in diesem Jahr freuen?

*) Eine Kerze, die Mama selbst mit einem Nikolaus beklebt hat. (er trägt Orangen, deswegen ist er nichts für die Schwester. Die mag keine Orangen)

*) Ein goldener Becher, in den man die Kerze stellen kann. Mit Goldglitzer.

*) Ein kleines Döschen mit Pflastern drin (ääähm, little Miss und ihre Pflasterallergie?)

*) Eine nach Orangen riechende Bodylotion. (Die Schwester mag keine Orangen! Ähm – und little Miss mag keine Bodylotion. Egal.)

*) Eine einzelne Schokobanane. (Und little Miss mag Schokobananen noch nicht mal! Die Schwester hat den Schmunzelnikolo bekommen. Unfair!)

*) Eine Tafel Schokolade aus der Schweiz. (Essts as schnell! Die Schweizer haben die im Sommer schon mitgebracht! –> valid through 12/08. Jej! Stressschokolade!)

*) Ein Pfeiferl vom Frauennotruf. (Little Miss muss an Mittermeier denken. Wie war das nochmal – mitten im Meer erschallt plötzlich ein leises Pfeifen … Naja. Aber ganz ehrlich – da wird man vergewaltigt und nur deshalb gerettet, weil man gepfiffen hat? Däh? Was ist das überhaupt für ein Nikolaus-Geschenk?! Dann schon lieber: Voll auf die Nüsse!)

*) Einen revolutionären orangen Putzhandschuh. „Das Putztuch der Zukunft“. (Die Schwester maaag aber doch kein Orange! Muss ich mehr sagen?? Das kommt davon, wenn man die Mutti nie einlädt weil „nicht aufgeräumt ist“.)

*) Ein Paar Socken, auf denen der Weihnachtsmann drauf ist und „Ho, Ho, Ho“ sagt.

*) 3 Karotten-Mandel-Muffins.

*) Ein 10-Euro-Gutschein vom Bipa.

*) 2 kitschige Weihnachtsfensterbilder. (das will ich! das will ich! Neeeeein, nicht das mit dem ollen Weihnachtsmann! Iff will den Engel! Gib her!)

Hmmm. Hätte es nur die Socken gegeben, wär alles gut gegangen. Aber Mutti muss ja immer Anti-Geschenke machen. Pah, dafür will die Schwester den ollen Mix/Pürierstab, den little Miss schon im letzten Jahr dankend abgelehnt hat, auch nicht haben. Und Mutti ist darob ganz durcheinander. „Wos dua i da hiatz mit dem?“

Tja, so ist das mit crappy Geschenken. Man bleibt darauf sitzen :op

Little Miss hat ja ganz andere Sorgen. Der Schatz hat gesagt, sie müsse hungrig bleiben und dürfe mit der Familie nichts essen, damit man später miteinander die gemeinsame Nahrungsaufnahme zelebrieren könne. O-kay. Und einen ihrer Muffins würde er bestimmt auch gerne kosten. Also begnügt sie sich eben mit einem und darbt die ganze Feier hindurch. Hunger, Hunger!

So gegen 10 machen wir uns wieder auf den Weg heim. Little Miss hat mit ihrer Unzufriedenheit mit dem Nikolaus nicht hinter dem Berg gehalten. Deshalb steckt ihr die Mutti beim Aussteigen missmutig 10 Euro zu. Für Schokolade! :o)

Blöd nur, dass sie ihren Schatz nicht erreicht hat. Weil eigentlich war ja ausgemacht, dass sie ihn anruft, damit man einen Essensplan ins Auge fassen kann. Der wird doch nicht die ganze Zeit dagessen und gespielt haben? Der hat doch gesagt, er muss heim sein Handy holen!

Doch – genau das. Als little Miss heimkommt, sitzt L. immer noch vor dem Computer. Der radioaktive Staub hat ihn dermaßen abgelenkt, dass er natürlich weder heimgegangen ist, noch den Hund gefüttert oder ausgeführt hat.

7 Stunden and no Gassi! Poor little dog!

Dafür gibt es jetzt aber Schimpfer! Weil, ganz ehrlich, sich vor der Familienfeier drücken und dann faul sein? Und für so jemandem hebt man die tollen Muffins auf – eh hat man so wenig?! Und so einen Hunger! Grrrr!

Da geht er dann doch. Und little Miss bestellt von einem neuen Chinesen. Die Videothek hat zu und WallE ist bei der letzten Löschaktion mit draufgegangen, also schauen wir Roseanne zum lecker Chinafutter. Aber sein Krampussackerl bekommt L. heute nicht! Gibts ja nur für brave Kinder.

Stattdessen geben wir uns nochmal die fünf Freunde im Hörspiel. Und ärgern uns so dermaßem darüber, dass wir nicht nur auf ??? umsteigen, sondern auch noch auf die Idee kommen, künftig eigene Hörspiele zu schreiben, wenn uns wieder einmal langweilig wird. Jej! Little Miss Future-Unemployed braucht schließlich Beschäftigung!

Apropos Future-Unemployed: Als sie nach diesem Marathon-4-Tage-Wochenende Dienstagmorgen vom Handywecker aus den Träumen gerissen wird, findet sie’s blöd. Jetzt hat sie schon so schön geübt. Können wir nicht schon anfangen mit dem Arbeitslossein? Hmpf. Überhaupt, da fällt ihr der ganze Krempel wieder ein. Klein-Brokkoli, der ihre Briefe schreibt, wo sie damals im Sommer doch so viel an dem Konzept gemacht hat. Und bis nach Portugal hat sie Nachricht bekommen, dass die Präse so super gelaufen ist. Und jetzt, ein halbes Jahr später? Die Idee halbtot und das was sie noch machen wollen CRAP. Nunja. Und N., der ihre anderen Briefe schreibt. Und besser! sagt er zumindest. Und ♀A., die einfach wen anderen ihren Job machen lässt. *grrr* Und ihr nicht zuhört. Und ♂A., der seit diesem Freitag auch keine Motivation mehr ist. Alls doof! Wie soll man sich denn da aufraffen, zur Arbeit zu gehen?

Sie schafft es dann aber doch. Zwar nicht überpünktlich, aber doch vor 10. Und alles löst sich in Wohlgefallen auf.

Wird sie ja doch noch gebraucht und geliebt! Ist sie ja doch nicht gar so ein Auslaufmodell, sondern eher ein „Jetzt nur noch kurze Zeit“-Special. :o)

Anyway, als sie da morgens beim Frühstück sitzt, fällt ihr eine Textzeile ein. Kann man ja auch so betrachten, diese ganze Arbeitslosigkeit:

Oh god release!pressure an pain mek me freeze
Seeed Gimme some sunshine and peace
Just a little break please, from that dreadful disease
Release Nowadays pressure increase

Das ist gut. Das ist catchy. Und weil auch das Lied dazu prima und mitreißend ist – shakt jetzt eine Runde mit mir, Mädelz!
(Richtig shaken, los los, weg vom Rechner, hier gibts eh nix zu sehen! Auf Play drücken und gemma gehtscho!!!)

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