*pictorial*

Dezember 27, 2008 at 23:30 (Berlin, Interpersonelles, Literatur)

Wie versprochen, hier die Fotostory aus

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Konnte sich jemand das Kino oder die stumme Kassentante nicht so gut vorstellen? So sahen sie aus :o)

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Und so sieht es aus, wenn das KaDeWe Weihnachten feiert:

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Bei unserer Berliner Feier war der Baum ja eher improvisiert:

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Aber der Festtagshund hat sich dennoch gefreut:

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Zurück in Wien hat little Miss erst einmal all die Geschenke für die Familie verpackt, das sah dann in etwa so aus (we love you, Pooh!):

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Und dann sollte sich zeigen, ob es sich tatsächlich gelohnt hat, den weiten weiten Heimweg anzutreten, um mit der trauten Familie Weihnachten zu feiern. Jaaa, doch, ich muss gestehen, es hat. :o)

Da wollte sie zuerst Dinge schreiben wie: Ach, wenn man kein Kind mehr ist, hat Weihnachten doch irgendwie den Zauber verloren.

Es gibt bessere Feiertage.

Und: Was soll das ganze Tamtam? Blöder Geschenkestress!

Aber dann ist es doch ganz hübsch. Vor allem, weil man vielleicht doch noch Chancen auf den Titel „Beste Geschenkemacherin des Jahres“ hat :o)

Dabei ist dieses Weihnachten einiges anders.

Die Mama kommt mit ins Kino. Was spannend ist, weil wir uns zu Weihnachten im Einkaufszentrum treffen (das, wie man später erfahren sollte, eigentlich aus zwei ineinander geschachtelten Nullen besteht). Und hey, außer dem Kino und der Fressmeile hat da drin so gut wie nix offen. Spooky, ein langer Gang voller geschlossener Geschäfte.

Aber dann gibts wieder Grund zur Freude. Denn, leider, leider, gibt es für den „echten Wiener“ nur noch 4 Karten in der ersten Reihe. Und wir sind 5 und – to be honest – little Miss hat schon befürchtet, dass der Film sie eher deprimieren würde. Also, hooray, gehen wir in Madagaskar 2 und haben Spaß!

(Drohe Beinschlachten, Leiterwagen!)

Und danach gehts dann doch ins Banyan, weil man die Mama nicht mit Kochen stressen will. Wie vermutet ist es etwas trist so ganz allein in dem Lokal zu Weihnachten, aber dafür ist die vegetarische Ente gut und wir skippen den Nachtisch und fahren gleich weiter, den Hund und die Geschenke holen und ab zum Baum!

War dann auch wirklich hübsch:

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Und dazu diese hübsche (und leckere!) Weihnachtstorte:

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Da hat sich das Finnchen gleich wieder in sein Weihnachtsoutfit geworfen:

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Und Börga sagte erst mal „Ho, ho, ho!“, als sie ihr bestes Geschenk auspackte:

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Ob sie das wohl eines Tages auch so gut spielen kann?

Alles in allem – auch ohne Playstation – eines der besten Weihnachten seit langem. Keine Verlegenheitsgeschenke, sondern alles prima Bücher, Hörbücher, ein Filmchen und Schaumbadezeugs. Niiiice! Und auch alle anderen haben sich über little Miss‘ Geschenke gefreut.

Nur eines macht Sorgen.

Other children may have seen Mommy kissing Santa Claus.

But I have seen Daddy eating him!!!

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:o)

Die Feiertage stehen weiterhin ganz im Zeichen der Familie. Am 25. wird wieder zu fünft gegessen. Während sich die Schwester und Liblühobä verabschieden, bleibt little Miss noch ein bisschen und schaut Stromberg mit dem Papi. Jej!

Und die Mama gibt ihr ein tolles Buch mit – „Mit dem Kühlschrank durch Irland“. Da hat dieser schräge Typ betrunken eine Wette verloren und trampt daraufhin zusammen mit einem Kühlschrank Irlands Küste entlang. Ist zwar nur die übersetzte Version, hat aber dennoch ganz gut angefangen.

Ganz im Gegenteil zu little Miss‘ nächstem Morgen. Au wei, au wei, fühlt die sich mies! Ihre Hüfte hat ja schon zu Weihnachten bei jedem Schritt gestochen (wie bei einer 80-jährigen!), aber heute hat sie auch noch Schwindelanfälle und ihre Hände und Füße fühlen sich an wie eingeschlafen. Und Hunger hat sie auch keinen.

Ist sie selbst daran schuld? Hat sie kreislauffeindliches Verhalten an den Tag gelegt? Sie versucht sich mit 2 Apfel-Mohn-Weihnachtsmuffins und einem Glas naturtrübem Apfelsaft (nur ein Glas deckt den Tagesbedarf an Vitamin C!) zu entschuldigen.

Nur stellt sich heraus, dass das so ganz falsch war. Jeix, Apfel-Mohn-Muffins rückwärts. Pfui pfui. Und schade. Waren doch die Weihnachtsmuffins! Die besten des Jahres!

Und was soll sie jetzt überhaupt machen? Sie ist doch bei den Eltern eingeladen! Wenn sie jetzt absagt, dann kriegt sie sicher Ärger. Mama hat zwar versprochen, vorher anzurufen, aber jetzt kocht sie doch schon. Dann eben in den sauren Apfel beißen, little Miss! *brrr* Apfel.

U-oh, die Welt ist eigenartig da draußen. Und traurig. Wann macht einem die Mama schon die weltbesten Nudeln? Und dann kann man nur drei Bissen essen, weil man einfach keinen Appetit hat. Dabei wären sie so lecker!

Und dann sagt man der Mama doch, was los ist, und darf sich auf die Couch legen und als armes Kind eine Runde schlafen. Als man aufwacht, hat Mama schon sämtliche Geschütze aufgefahren, von Tee über Thermophor (Schlumpi!) und Tropfen bis Fieberthermometer.

Little Miss leidet. Montana Haustropfen mögen zwar ganz wirksam sein, sorgen aber schlussendlich nur dafür, dass sie selbst die wenigen Nudeln, die sie hinuntergebracht hat, wieder hergeben muss :o( Autsch.

Immerhin schmeckt der Tee. Und im Fernsehen spielts Shrek und ein Shrek Weihnachtsspecial, das tröstet ein bisschen darüber hinweg, dass man tatsächlich Fieber hat. Wenn nur der Schatz da wäre! Oder ans Telefon ginge.

Aber leider.

Der Papi bringt die little Miss später heim und ist ganz froh, als sie ihn dann doch nicht darum bittet, ihr bei der Abendgassirunde beizustehen. Und little Miss schafft es, sich endlich zu entspannen. Und meistert auch die Abendgassirunde – zwar mit wackeligen Knien und stechender Hüfte, aber doch. By the way, what should this hip shit? My knees are weak, I’m used to that, but my hips? Come on!

Nun ja. Ein Glück, dass sie so früh schlafen gegangen ist. Nach einer unruhigen Nacht weckt sie nämlich der nervöse Hund. Der schon wieder fiepend vor der Türe sitzt. Durchfallalarm!

Und little Miss braucht auch nur 2 Minuten, dann ist sie gassigehfertig, mit Kontaktlinsen und allem. Gibts eigentlich einen Dog’s Mommy of the Year Award? Und wer wäre eigentlich prädestinierter dafür als sie, ha?

Zurück zu Haus bekommt also das Finnchen den Thermophor (ja, ich habe einen Ernie-Schlumpi und ich habe ihn sehr gern, noch Fragen?):

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Und die little Miss bekommt den obligatorischen Mama-Anruf. Ob man ihr Tropfen besorgen solle, ob man ihr die Heil-Erde vorbeibringen soll und könnte man sich nicht doch anbieten, mit dem Hund rauszugehen?

Ääääh, nein danke, I’m just fine, doin‘ better, just relax, don’t worry.

Aber das lässt eine Mama so nicht stehen. Wie könnte sie denn mit ruhigem Gewissen etwas unternehmen, wo ihr armes Kind doch krank zu Hause liegt?! Soll sie nicht doch vorbeikommen?

Äähm, danke, es geht mir schon viel besser. Und würdest Du mich besuchen, würdest Du mich anstrengen, weil Du mir immer so viele Fragen stellst.

Beim folgenden Teil des Gesprächs hätte little Miss eigentlich mitschreiben sollen. Es war grenzgenial. So kann sie nur ein bisschen improvisieren:

Was für viele Fragen? Was stell ich für Fragen? Wie soll man denn sonst ein Gespräch führen, wenn man keine Fragen stellt? Was willst Du mir eigentlich damit sagen?

See what I mean?

Nunja, gerade, als sie Mama vermeintlich erfolgreich abgewimmelt hat und sich ihrem wohlverdienten Nachholschlummer hingibt, reißt sie das Telefon aus dem Schlaf.

Es ist der Vater, der ihr jetzt ihre Tropfen vorbeibringen will.

Äääh, was für Tropfen?

Na, für Dich!

Und die Mama im Hintergrund ist auch schon ganz aufgeregt.

„Mir kummen den Hund holn! Mir gengan auße mit erm!“

Großer Gott.

Und schon sind sie unterwegs.

Zuerst gehen sie wirklich nur eine Runde mit dem Hund und little Miss kommt dazu, die Kühlschrankgeschichte weiterzulesen.

Aber dann kommt nur die Mama zurück und der Papa musste schon weiter und, wie wär’s, kann sie nicht noch eine Stunde da bleiben?

*soifz* Na klaaar …

Aus einer Stunde werden dann doch drei Stunden. Und konnte man Mama anfangs noch ganz gut mit Tee ablenken, lässt sie es sich dennoch nicht nehmen, die Wäsche abzunehmen und zusammenzulegen. Und dann möchte sie nur ein bisschen Staub saugen, gut? Little Miss kann grade noch abwehren. Wenigstens kehren, gut?

Und little Miss steht seufzend im Türrahmen, als die Mutter nicht nur das Vorzimmer, sondern auch gleich Bad und Küche fegt und vor lauter Übereifer die Türmatte mit dem Klo-Schwamm putzt.

Ääähm, habe ich erwähnt, dass das gar nicht nötig ist?

Aber geh, ich putz so gern in fremden Wohnungen, kannst ja dafür zu mir putzen kommen!

Ä-hä.

Wo sind eigentlich Amnesty International wenn man sie mal braucht?

Da versucht man der Mutti händeringend zu erklären, dass das ein sehr grober Eingriff in die Privatsphäre ist, einfach bei anderen Leuten zu putzen anzufangen. Und was sagt sie?

Privatsphäre, Privatsphäre. Zu wos brauchst Du a Privatsphäre? Wenn i da in Hintern owisch, donn konnst sogn, i verletz Dei Privatsphäre …!

Weia.

Aber dann geht sie doch wieder nach Haus. Pfuh. Und little Miss wird auch nur leicht panisch, als ihr auffällt, dass der Vater immer noch den Hundebeißkorb hat, weil das nur unter Umständen bedeutet, dass man die liebe Familie morgen zum 5th day in a row (!) treffen muss.

Naja. Wenigstens hat die Mama ihren Willen bekommen. Little Miss zu Haus besuchen zu dürfen, war wahrscheinlich ihr größter Weihnachtswunsch.

Nun gut,  …

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