*dopey*

Januar 7, 2009 at 17:40 (Uncategorized)

Denn „dopey“ heißt laut dict.cc so etwas wie „benommen, benebelt, doof“ aber auch „verpeilt“.

Und vor allem letzteres trifft ziemlich gut auf little Miss‘ Silvester zu.  Da hat sie sich nämlich einfach zu viel vorgenommen. Mit dem Schatz baden, um Mitternacht das Püppchen drücken und dann noch auf die fette Party – hätte sich ausgehen können, oder?

Aber irgendwie verzögert sich alles. Und das Baden ist ja sooo hübsch! Mit Frothy, unserem fröhlichen Bade-Schneemann. Und wie das schäumt! Herrlich! Sooo viiiiiel Schaum! L. und ich veranstalten eine ausgelassene Schaumschlacht und bleiben in der Wanne, bis unsere Finger und Zehen komplett verschrumpelt sind. Schön, so ein Wiedersehen …

Und gut, neue Dinge auszuprobieren (*.*)

Doch ohje – vor lauter fröhlichem Geplantsche haben wir natürlich nicht auf die Uhr geschaut. Und plötzlich ist es 11. In knapp einer Stunde beginnt das neue Jahr! Und wir sind immer noch da!

Dabei wollte little Miss doch Punkt Mitternacht ihr Püppchen knuddeln, damit es für sie nun wirklich das Glücksjahr schlechthin wird. Und jetzt geht es sich nicht aus!

Ein Glück, das Püppchen ist nicht böse.

Wir wollen nur noch schnell den Hund heimbringen (am besten vor 12), dann bei mir anstoßen und los geht’s. Alles ist besser als Silvester in der U-Bahn.

Aber natürlich trödeln wir wieder und dann ist es natürlich doch 12, als wir noch unterwegs zu mir sind. Und Finnchen jagt Raketen.

Nach der ersten Aufregung und dem Sekt aus dem Cannes-Flugzeug gehts dann endlich ab zum Püppchen. Sehr metropolic, alle Öffis fahren die ganze Nacht. Fühlt sich an wie Berlin.
L. malt kleine Sektgläser an die beschlagenen Scheiben und unsere Sitznachbarn schenken ihm dafür Salami.

Beim Püppchen ist es hübsch! Wir stoßen mit Mini-Baileys an und essen Glücksfische. Und dann wird Blei gegossen. Hat little Miss noch eine nicht näher definierbare Eidechse, so gießt L. eine Braut – samt Kleid und Strauß! Was uns das wieder sagen soll…?

Und irgendwann ist es 4 Uhr morgens. Und obwohl wir (oder zumindest ich) uns so sehr darauf gefreut haben, lassen wir die WUK-Party tatsächlich sausen.

Mit dem Ergebnis, dass wir als die wahrscheinlich einzigen beiden Menschen am nächsten Morgen unverkatert aufwachen.

Wir gehen zu L., schauen endlich Wall E (von dem sich little Miss eigentlich mehr erwartet hätte, aber okay) und bekommen Besuch. Unsere diversen Nachbarn kommen vorbei und erzählen von ihren heftigen Neujahrserlebnissen. Ach, war Silvester schon?
Little Miss spielt mit dem Michl ihre erste Backgammon-Partie des Jahres – und gewinnt das entscheidende dritte Spiel. Jej, jej! Das wird ein gutes Jahr, oder?

Die nächsten paar Tage sind wir großteils faul. Aus lauter Freude an der daheim-Herumknotzerei kauft sich little Miss eine neue Pyjamahose. Und bequeme Longsleeves. Jej!

Und dann ist Sonntag und das Püppchen kommt zum Frühstück. Wie neeeett! Blöd nur, dass der Ströck nur noch eine Apfeltasche hat. Aber dafür bekommen wir gratis-Kaokao. Vor lauter Freude verbrennt sich little Miss Ungeduld damit nun aber wirklich alles – Lippen, Zunge, Mund, Speiseröhre, Magen. Aua aua aua! Und dann kippt sie ihn sich auch noch halb über den Mantel. Ungeschickt ist sie! Aber, zu ihrer Verteidigung, sie hat soooo selten mit solchen Bechern zu tun, da sie ihren morgendlichen Tee ja immer brav zu Hause trinkt. Wer rechnet denn damit, wie ernst „Caution, content’s hot“ zu nehmen ist oder damit, dass der olle Deckel wirklich nur dann schließt, wenn man ihn überall gleichmäßig festgedrückt hat – und selbst dann ist da immer noch die fiese Trinköffnung, durch die man fröhlich alles schwappen kann, wenn man nicht aufpasst :o/

Naja, das üben wir vielleicht noch.

Frühstücken mit dem Püppchen ist jedenfalls sehr hübsch. Auch wenn sie für die ??? little Miss‘ noch nicht sehr ausgereiftes Gitarrenspiel über sich ergehen lassen muss. Hmm, alles eine Frage des Enthusiasmus, oder?!
Als sich little Miss dann am Abend auch noch den armen Finger ganz ganz böse an der Pizza oder vielmehr am Herd verbrennt, ist der Enthusiasmus zwar erstmal weg – aber, er kommt wieder: Hoi! Was für eine spannende Brandblase!

(ist schon jemandem aufgefallen, dass es vielleicht nicht so ganz little Miss Clumsy’s Jahr wird??)

Das denkt sie sich auch, als sie sich am nächsten Tag gerade einen Pastasnack macht und nebenbei die Reste des Frühstücks wegräumen will. Soo, jetzt noch das Honigglas hochstellen… gleich ist das Essen fertig … hoppla, das ist aber nicht gut zu, das Glas *schraub* sooo, jetzt sollte es gehen.

Oi, wieso klebt meine Schürze? Und das Geschirrtuch? Und der Griff von der Pfanne? Und was tropft da eigentlich auf den Boden?

HONIG! EVERYWHERE!!!

Und natürlich tappt little Miss mit dem Fuß in die Pampe, woraufhin nicht nur die Socke, sondern gleich die gesamte Küche in Mitleidenschaft gezogen wird. Dauert ja auch mindestens 5 Hin-und-Hers, bis einem auffällt, dass man Honig an der Socke hat und ihn in der ganzen Gegend verteilt …

Oh Mannsen, es hat ausgesehen, als wäre Puuh zu Besuch gekommen!

Ein Honey-Massacre.

Und da soll man ruhig Blut bewahren, wenn der Schatz mittendrin klingelt (der das olle Glas schließlich offen gelassen hat!), man seine beiden armen Füße nur noch mit einer Socke vor dem kalten Erdreich schützen kann, man hektisch mit nassen Fetzen auf und ab läuft und einem obendrein auch noch das Essen am Herd anbrennt, auf das man in dem ganzen Schlamassel natürlich vollkommen vergessen hat.

Iiiieh, baxig und klebrig, Börga mag gar keinen Honich! Uwäh.

Aber, man soll niemals nie sagen. Börga hätte ja auch gedacht, dass sie Bowling nicht mag. Aber dann schlägt die Schwester einen Themenabend vor. Bowling als Pärchen. Für den Dude. Aka Libluhobä.

Ähhhm, diese Art Sport, wo man fremde Schuhe anzieht und „interessante“ Tänze aufführt, wenn man rein zufällig doch den einen oder anderen ollen Kegel getroffen hat? Diese Art Sport, bei der little Miss‘ Kugel einfach immer in einer der Rinnen neben der Bahn landet? Jener Sport, bei dem little Miss wirklich immer den schlechtesten Punktestand erzielt, was jeder Vorübergehende dem Riesenbildschirm über unseren Köpfen entnehmen kann?

Naaaa gut. Wenn ihr wollt …

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Und hey, es sieht zwar nicht so aus, aber es war ECHT LUSTIG! Und dafür, dass little Miss ihren Daumennagel opfert, schafft sie sogar einen STRIKE! JEJ! Guuuut, es war vielleicht Glück und Zufall, aber ein Strike (!) ist ein Strike (!), oder?

Und dann setzen wir den Themenabend hübsch mit „The big Lebowski“, Pizza und Gitarrengeklimper fort.
Börga kann jetzt C7, JEJ! Und sogar das F haut halbwegs hin.

Spät ist es, als wir zu L. wackeln und zu einem Hörspiel aus der neuen Reihe einschlafen. Am nächsten Tag fühlt sich der arme L. krank. Also bleiben wir im Bett, schauen Filmchen und hören noch mehr Hörspiele. Nice!

Und, es ist noch immer wie immer, little Miss wollte ja eigentlich um 9 heimgehen, Dinge erledigen. Und plötzlich ist es doch wieder Mitternacht …

Und am nächsten Morgen muss sie aufstehen und zur Arbeit, obwohl sie weiß, es ist nimmer lang, und was ist dann eigentlich? Wie war das noch: der Angst keinen Meter! Aber Kraft kostet das schon.

Vor allem, wenn man Entscheidungen treffen muss, weil einem die Buchhaltung sagt, man hätte noch 10 Urlaubstage übrig, plus einen Arbeitssuchtag die Woche, und ♀A. einen fragt, ob man nicht den Lead auf dem einen Projekt übernehmen möchte, wo doch Ende Jänner die Präse ist. Und das Ausbezahlenlassen des Urlaubs ist irgendwie kompliziert. Hmmm.

Andererseits, frei hat sie in drei Wochen sowieso. Und vielleicht wär die Extrakohle für die Urlaubstage gar nicht schlecht? Und sonst müsste sie insgesamt ja nur noch 5 Tage da sein und dann wär sie weg. Was ist überhaupt mit ihrer Abschiedsparty?

Ach, little Miss Pflichtbewusst. Little Miss Dummkopf.

Aber auch das allseits geschätze Horoskop hilft nicht weiter, sagt es doch:

Die erste Jännerhälfte dürfte geschäftlich schwierig werden. Lassen Sie sich nicht zu spekulativen Projekten überreden, empfindliche Verluste wären die wahrscheinliche Folge. Zur Monatsmitte tritt beruflich Entspannung ein: Lassen Sie sich auf gesellschaftlichen Events sehen, kurbeln Sie neue Geschäftsverbindungen an. Ein harmonisches Liebesleben schenkt Ihnen in diesem Monat aufmunternde Energie, Ende Jänner stellt sich aber die Wassermann-Sonne quer und will Sie in mühsame Konflikte verwickeln. Denken Sie an Ihre Gesundheit, zeigen Sie mühsamen Provokateuren einfach die kühle Schulter.

Spekulative Projekte? Wie jetzt, die Präse? Und was für Verluste? Zeit, Geld, Mühe? Uff.

Naja, wenigstens ist der Anfang des Jahreshoroskopes gut und drängt little Miss in Richtung Romanautorin:

Kreative erleben 2009 eine künstlerische Hochphase, geschäftstüchtige Realisten sollten sich aber vor Betrug und Täuschung hüten.

Und die anderen nicht?

Na egal. Sie können ja schlecht schreiben: Hüten Sie sich in diesem Jahr besonders vor heißen Getränken und Speisen und machen Sie um Himmels Willen einen großen Bogen um das Honigglas!!!

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