*freelance*

Januar 30, 2009 at 13:23 (Werbewelt)

Montag

Morgens kommt eine sms mit einer Einladung zur Abendgestaltung. Doch vorher gibts ja noch den Lasagneplan! Hektisch wird es jedenfalls. Aber nett, gemeinsam zu kochen. Gerade als die Lasagne aus dem Ofen kommt, und man genau 15 Minuten Zeit zum Vertilgen hätte, läutet das Telefon. Es ist ♀A. und sie ist ziemlich verzweifelt, zumindest erweckt ihr halbstündiger Redeschwall diesen Eindruck. Quintessenz: Man braucht little Miss, ohne sie gehts ja bitte drunter und drüber mit der Bank und wer wenn nicht sie könnte da aushelfen?

Keine zwei Wochen halten sie’s also ohne sie aus.

Und natürlich sagt sie zu.

Dann skipped sie eilig die 1. Folge der 2. Staffel GG und trifft das Püppchen und N. im Chinesenpub. 2 people, 1 mind die beiden. McKensie! Fun. Und nachher gehts ab mit dem Püppchen zum McDonald’s auf lecker Emmentalerherzen. Ist ja nicht so, dass man besonders satt geworden wäre von der Lasagne.

Dienstag

Da hätte man sich gerade so schön an das Nichtstun gewöhnt. Sich brav dazu erzogen, beim Wäsche waschen nicht zu überlegen was man an welchem Tag der Woche zur Arbeit anzieht. Denn: Man arbeitet ja nicht mehr.

Doch plötzlich verlangt man sich selbst eine 180° Wendung ab. Man macht morgens den Kasten auf und muss tatsächlich überlegen, was man anziehen soll. Denn: Man muss zur Arbeit.

Vorher noch mit dem Kontakt telefonieren und erfahren, dass das mit der Bezahlung halbwegs akzeptabel ist. Um nicht zu sagen: in 2 Tagen Arbeit hat man die Chance die Monatsmiete zu verdienen. Und noch einen angemessenen Betrag extra. Jej! Und schon ist little Miss unterwegs.

Und es ist gar kein schlechtes Gefühl, wenn der GF einen entdeckt und zugibt, dass man ohne sie nicht ganz so gut zurechtkommt und sie doch bitte „die Kohlen aus dem Feuer holen soll“.

Genugtuung.

Und schon wieder fast wie eine Beziehung. Zuerst Schluss machen und dann angekrochen kommen, wa?

Nunja. Dafür ist der Kontakt süß. „Wir habens natürlich nur verbockt, um Dich zurückholen zu können …“

:o)

Und little Miss sitzt nach einem Conference Call mit der Kundin allein in ♀A. Büro und legt los. Sooo brav!

Und zwischendurch kommen immer wieder Kollegen, die sich freuen, dass sie da ist und die sie knuddeln. Mmm, französisch-M. ;o)

Als ♀A. zurückkommt noch schnell gemeinsam stormen und dann ab nach Haus. Das geht ja bitte wirklich viel schneller mit S- und U-Bahn. Und: Man muss nicht im Schneegestöber stehen und auf den ollen Bus warten. Dazu ist man ja auch bitte viel zu schick mit seinem Kreuzberger Anarchistenleder, zu dem man greifen musste, weil die anderen Schuhe aus unerfindlichen Gründen (:o) extrem matschig sind und das Ausweichpaar Löcher hat.

Business Bitch, könnte man sagen, wie sie da so dahinstöckelt.

Nunja. Geht der Heimweg noch schnell – das Essen jedenfalls nicht. Gute 1 1/2 Stunden braucht der verrückte Chinamann und man ist schon etwas grantig, als er endlich auftaucht. Dafür ist das Essen gut. Und die Rechnung saftig – auch gut. Spesen!

Und little Miss ist vor lauter ungewohnter Arbeit richtig müde und knackt klassisch auf der Couch weg.

Mittwoch

Little Miss arbeitet nun am eigenen Laptop auf Crappy’s altem Platz. Niiice! Stormen mit klein Skipper, präsentieren vor der Beratung, clevere Fragen stellen – piece of a cake. Und ihr fällt auf: Es ist verdammt nett, etwas zu tun, von dem man Ahnung hat. Zu Mittag gehts dann ins Vegetasia. Große Aufregung, Französisch-M. kommt auch mit :o) *klopfklopf*

Und er sagt, sie war ja so süß, als sie da mal Sekt getrunken hatten und sie beschwipst war. *turning*red*

Well, well. Leicht betrunken werden? Noch etwas, von dem sie Ahnung hat!

Und zurück in der Agentur, wo sie ja jetzt direkt hinter ihm sitzt, dreht er sich zu ihr um und fragt mit großen Augen und ein bisschen Wehmut in der Stimme: „Ach, willst Du da nicht länger sitzen bleiben?“

Ja, das wär wohl hübsch. Aber: Ihre Entscheidung wars ja nicht.

Die Kellnerin im Vegetasia hat ihr mal wieder jede Menge Essen mitgegeben, ganz ohne Göttin-des-Glücks-T-Shirt diesmal. Ob sie wohl denkt, little Miss hätte zu Hause drei kleine hungrige Kinder zu füttern? Oder bekommen einfach alle was mit, die nicht vom Buffet essen? Egal, ♀A. freut sich jedenfalls.

Und little Miss ist sooo ein gutes Kind. Macht nämlich auch noch die Foldertexte fertig und sitzt dafür bis 9 in der Agentur. Dafür lässt sich das mit den Spesen gut regeln und eine Honorarnote schreibt sie auch noch. Ob der Drucker absichtlich zickt? Ist das wieder so eine Schicksalssache?

Als sie nämlich so gegen halb 10 in die U-Bahn steigt, sitzt da jemand, der ihr sympathisch ist. Er trinkt aus seiner Wasserflasche. Und little Miss hat ja so einen Durst! Also kramt sie ihre auch vor und trinkt. Und – gemäß den internationalen Flirtregeln – ist es jetzt das Natürlichste auf der Welt, dass sie ein Gespräch beginnen.

Ein neuer ♂A.!

Little Miss bekommt eine Partyeinladung und die Handynummer. Niiice!

Zuhause schnappt sie sich die übriggebliebenen Avocado-Maki und ab geht’s zu L., auf dass man endlich das Folgen schauen nachhole.

Donnerstag

Uff, wie fies. Um 6 Uhr früh fangen die Verrückten an, vor L.’s Haus Schnee zu schippen. Ein scheußliches Geräusch, wenn man davon aufgeweckt wird. Überhaupt um diese Uhrzeit! Irgenwann schafft sie’s doch, wieder einzuschlafen. Und das ist auch ein ganz gutes Konzept für den Tag. Naja, nicht ganz. Sie entdeckt eine neue Gassiroute, holt Frühstück für L., der ihr liebenswürdigerweise Nudeln gemacht hat. Dann gehen sie nochmal einkaufen (mmm, Rudolfinen!) und am Abend gibt es vegetarischen Leberkäse mit Bratkartoffeln und Spezialsalat. Yum yum. Da kann man es fast verschmerzen, dass wir mit Grisham’s Die Liste durch sind. Als Hörbuch ist das nämlich wirklich nett. Wir mögen den Sprecher. (Charles Brauer?)

Und dann bekommt sie per Mail auch noch eine Einladung als Sprecherin bei der Podiumsdiskussion. Sie auf einem Podium, mit Scheinwerfer im Gesicht und pfeifendem Mikrofon? ANGST! Ob sie das wirklich machen soll? „Arbeitslos in der Werbung“ ist ja auch wirklich nicht grade das Thema, mit dem man brillieren kann, oder? Oder sollte sie das gar als Kontaktchance verstehen? Aber: so wirklich viele Entscheidungsträger gehen doch da gar nicht hin. Und, ist sie sich für „Wer will mich?“ nicht eigentlich zu schade? Schwierig, schwierig. Da muss definitiv nochmal drüber nachgedacht werden.

Später gehts dann doch noch auf das Fest im Tüwi und little Miss lässt sich ein bisschen was über’s Studieren erzählen. Scheint, als wäre ein wesentlicher Teil der Soziologie Statistik. Klar, damit man Dinge auswerten kann. Aber: Igitt, pfui, bäh, Zahlen und so. Jeix. Scheint, als müsste sie sich doch etwas Neues überlegen. Schade, dass W. ansonsten so ein Wischi-Waschi-Typ ist und sie langweilt.

Und: diese ganze Arbeit hat ihren Wochenplan durcheinandergebracht. Immer noch nichts von der Liste erledigt. Scheint, als würde es doch ein Billy werden, wenn man endlich dazu kommt, sich drum zu kümmern …

Dafür freut sie sich auf den Abend und ihre Mädels. Und N.! :o)

Ohrwurm heute:

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2 Kommentare

  1. magdasagt said,

    Kann ♂A nicht Toll sein?

  2. Annett said,

    he, da kommt ein Zitat von mir vor! Große Freude, große Ehre! War auch ernst gemeint! Komm mal zum Mittag essen vorbei!

    Bussi
    Annett

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