*new conditions*

Februar 3, 2009 at 12:12 (Interpersonelles, Party)

Der Freitag war nett. Nach einem Glas Prosecco findet little Miss das versteckte Ei in den „Nudeln an Spinatsauce“ und Gefallen an Bulmers. Nicht zuletzt, weil Frauen davon nicht dick werden, wie das Piktogramm auf dem Etikett verrät. Ja, okay, vielleicht heißt es auch „nix für Schwangere“. However, Börga macht den Clown und alle amüsieren sich prähächtig.

Dann gehts wieder heimzu. Und obwohl man nett telefoniert hat und eigentlich ausgemacht war, dass L. sie noch besuchen kommt, kippen wir erneut in ein altes Muster. Little Miss träumt von aufregenden Begegnungen und Schmetterlingen im Bauch, wacht auf und – ist allein. Kein L. da. Dabei ist es draußen schon hell. Weg ist sie, die gute Traumstimmung. Es ist erst 8, als sie ihn anruft. Natürlich geht er nicht hin. Aber hey, er ruft zurück! So müde war er, da ist er heimgefahren.

Als hätte little Miss nicht das allergemütlichste Bett auf der Welt in dem man ganz problemlos stundenlang knäggn könnte.

Aber sie kann ja auch zwischen den Zeilen lesen. Der Hund, der Hund, es geht mal wieder um den Hund. Deswegen hat sie ihn gestern ja auch zu sich nach Hause bringen müssen, obwohl L. doch noch mehr Zeit bei sich zu Hause gewesen wäre. Nur, damit er die ganze Nacht lang ausbleiben kann, und dann ausschlafen, ohne dass ihn der kleine Quälgeist aufweckt. Verantwortung? Wozu hat man schließlich eine Börga?!

Pff. Das macht sie jetzt aber schon reichlich sauer. So sauer, dass sie auflegt und den restlichen Tag auch nicht mehr in der Stimmung ist, den Ami-Freund zu treffen und mit ihm einen Geburtstagskuchen zu backen. Der wäre dann auch weniger mit Liebe als vielmehr mit Ärger gebacken und wer weiß, vielleicht schmeckt man das dann raus.

Versöhnt ist sie erst wieder, als L. Hundefutter holen geht und sie zur Party abholen kommt. Jej, Party, Party! Zuerst beim Ami-Freund (und seinem neuen rumänischen Mitbewohner) vorglühen und Simon spielen, dann los und nach einem Kurzstopp beim Kebabstand auf in den Knecht!

Törö um Mitternacht, happy Birthday, L.! Klar, dass wir das Geburtstagskind gratis reinbringen. Und S. ist auch da zum Feiern. Little Miss unterstützt den Ami-Freund bei seinen Flirtversuchen und bekommt – cold run over se Gürtel – vom Schatz lecker Cider spendiert.

Zuerst funzt die Musik im Chillout gar nicht, aber irgendwann dann doch. Little Miss und der Ami-Freund singen bei „Mad World“ noch lauthals mit. Doch nach weiteren deprimierenden Liedern stellt sich im Gespräch mit dem DJ raus, dass der wohl grad eine Trennung verarbeitet und jetzt das ganze Publikum seinen Herzschmerz mittragen darf. Little Miss bittet trotzdem um was Fröhlicheres.

Und tanzt mit L. zu „Girl from Ipanema“ ganz allein auf der leeren Tanzfläche. Pretty romantic! (Wenn nur die großen Schuhe nicht wären und man sich tatsächlich abgesprochen hätte!). Naja, trotzdem hübsch.

Später trifft sie unten einen ihrer Ex-Praktikanten. „Qualität setzt sich zum Schluss immer durch“, sagt er. Lieb!

Naja und dann tut sie selbst, was sie vorher beim Rumänen noch scharf verurteilt hat. Naja, aber ein bisserl was anderes ist das schon.

Nur aufs Tanzen kann sie sich irgendwie nicht so ganz konzentrieren. Kriegt den Kopf nicht frei.

Es ist trotzdem noch eine nette Part-ey. Und das Schöne am Winter ist – wenn man um halb 7 Uhr morgens heimwackelt, ist es noch angenehm dunkel!

L.s eigentlicher Geburtstag wird erstmal vom Schlafen dominiert. Dann gibts Geschenke (und L. freut sich!). Man könnte noch ins Tüwi gehen  oder Schwester und Liblühobä zum Billard spielen treffen. Aber, leider, so kurzfristig haben sie eh keine Zeit und plötzlich sind wir sowieso reichlich energielos und geben uns nach lecker Nüsschen-Salat, Weinblättern und gemeinsamem Gitarrenspiel  E.T.A. Hoffmann’s Serapions Brüder bis wir wieder einschlafen. Niiice!

Am nächsten Tag ist little Miss erster ganz offizieller arbeitslos-Tag. L. spielt und sie schafft es endlich endlich zu den Eltern zu fahren und ihre verdammte Mappe zu holen. Und die Stricknadeln. Und am Weg zurück Wolle zu kaufen. JEJ! 2 Punkte von der verflixten To-do-List zum abhaken. Was für ein Blitzbesuch, nach knapp einer Stunde ist sie wieder daheim.

Wir machen uns auf, um weitere Besorgungen zu erledigen. Vor der Trafik wird little Miss angepöbelt. Schon wieder so eine zeternde Person. Schon wieder die Erinnerung an einen Vorfall aus der Vergangenheit.

400 Euro Tierarzt, ein Glück hat sie, dass man sie nicht angezeigt hat, sie soll hier nicht mit ihrem Hund gehen! Äääähm, aber sonst gehts noch, ja? Little Miss keift zurück, muss sich ja auch nicht alles gefallen lassen. So was, zuerst ohne Leine mit seinem nicht folgenden Hund durch die Gegend rennen, sich wundern, wenn was passiert und dann anderen Leuten Vorschriften machen wollen, wo man spazieren gehen dürfe. Aber die Keifn hört gar nicht zu. Ein Foto hätte sie schon gemacht, gibts eben doch eine Anzeige, Zeugen hätte sie ja angeblich auch und überhaupt war ihr Hund an der 15 Meter Flex. Der arme Welpe war damals doch erst knapp über ein Jahr.

Ä-hä, Welpe. Mit über einem Jahr. Und was für Zeugen überhaupt? Da war weit und breit NIEMAND. Und überhaupt, dass ist doch jetzt schon monatelang her, was will sie da jetzt noch anzeigen?? Gurken. Hätt sie ihn halt im Park mit Leinenpflicht an die Leine genommen, das wär billiger gekommen als der Tierarzt. Mannsen. Immer hat man nur Zores hier.

Naja. Halbwegs beruhigt gibts bei L. lecker Kartoffel-Brokkoli-Auflauf, noch ein paar Folgen und die Fortsetzung der Serapions Brüder. Und: little Miss beginnt mit dem Schal für L. Eine herrlich meditative Beschäftigung, dieses Stricken.

Den morgendlichen AMS-Besuch verschiebt man dann wohl lieber auf Mittwoch. Jetzt hat man ja (aus Ermangelung des Internets) auch gar nicht gewusst, welche Dokumente man da überhaupt mitbraucht.

Heute morgen gibt die AMS-Homepage aber auch wirklich tolle Auskünfte:

Wenn Sie uns jedoch vor Eintritt der Arbeitslosigkeit keine Meldung zur Stellensuche übermittelt haben, muss Ihre persönliche Vorsprache zur Beantragung des Arbeitslosengeldes spätestens am 1. Tag Ihrer Arbeitslosigkeit bei der regionalen Geschäftsstelle erfolgen.

Ups.

Und:

Bitte bringen Sie bei Ihrer ersten persönlichen Vorsprache beim AMS Ihre eCard mit. Für die Abgabe des Antragsformulars benötigen Sie zusätzlich die Dokumente, die Ihnen auf Seite 6 des bundeseinheitlichen Antragsformulars bekannt gegeben werden und die zum Nachweis Ihrer Angaben dienen.

Man kann hier nicht einfach aufzählen, welche Dokumente das sind, nein nein. Das würde das ganze ja zu einfach machen. Man stellt auch das blöde Antragsformular nicht online. Wo bliebe sonst die Spannung? Irgendwie erinnert die little Miss das schwer an: „Holen Sie sich den Passierschein B38 …“

Nunja. Gibt sie sich den Wahnsinn eben morgen.

Übrigens: Die Posiumsdiskussion hat sie gestern abgesagt.

So long …

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