*missing*Amy*Winehouse*

Juli 26, 2011 at 18:05 (Uncategorized)

A tribute.

Little Miss ist wirklich wirklich wirklich traurig. Denn the most famous beehive is now a member of the famous club 27. *schnüff*

Und da zeigt es sich doch — natürlich bin ich auch betroffen wegen dem „Irren-Gemetzel“ in Oslo, aber wegen Amy Winehouse bin ich wirklich traurig. Wie so vielen anderen hat sie mir in kummergebeutelten Zeiten einen Soundtrack geschenkt, mich bewegt, mich berührt.

Pain becomes bittersweet when I’m listening to >Back to Black<.

Und, oh Mann, wer wenn nicht ich könnt verstehen, wie schwer es gewesen sein muss, von Blake loszukommen? I mean, talk about star-crossed lovers …

Ich kann mir nicht helfen, die sind einfach süß zusammen, in ihren matching wife beaters … (erinnert mich ein bisschen an Christiane F. und Detlef aus „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Die haben einander ja auch verzweifelt geliebt, aber sich nicht gut getan …)

A destructive relationship.

Dennoch, die wahrscheinlich einzige Art Beziehung, die berührende Kunst hervorbringt.

Wen interessiert schon, dass jemand glücklich ist?

Drama, Verzweiflung, Verfall, Einsamkeit, Sehnsucht … das wollen wir sehen und spüren.

Ich frage mich, ob beim Tod von Jim Morrison auch so viele Stimmen laut geworden sind, von wegen, selber schuld, drug head, yaddayaddayah.

Natürlich wars irgendwo selbst verschuldet, aber der Mann war ja auch ein verdammtes Genie!

Ich glaube außerdem, dass der Mediendruck heute noch viel stärker ist, als damals in den 60ern. In Zeiten von Handykameras und Youtube darf man sich als Star ja wirklich gar keinen Fehltritt erlauben! Und wehe, man ist mal zu fertig zum Singen … alle filmens mit und am nächsten Tag sehen es Millionen, weltweit.

So schlimm es für einen Serben sein muss, ein Sechstel seines Gehalts in eine Konzertkarte zu investieren und dann enttäuscht zu werden; wie viel schlimmer muss es sein, aus persönlichem Schmerz ein wahres, ein echtes Lied zu schreiben, das bei jedem Mal Singen die ganze Pein wieder aufkocht, die alte Narbe aufreißen lässt — und zu allem Überfluss vor laufender Kamera zu wasted zum Singen zu sein, woraufhin eine angry crowd dir kopfschüttelnd deine berührendsten Worte entgegenbrüllt? Ouch.

Ich hätte auch geweint auf der Bühne, ganz ehrlich.

Ein Trost für die Serben: Sie haben Amy Winehouse’s allerletztes Live-Konzert gesehen. (Ob es ihnen jetzt Leid tut, dass sie sie ausgebuht haben und demonstrativ gegangen sind?)

Es kommt mir ein bisschen so vor, als gelange man als Publikum doch recht schnell zu der dekadenten Annahme: „Das ist mein Star. Ich hab für seine Show bezahlt. Also muss er funktionieren.“

Gut, Dekadenz kenn ich ja von mir selbst. Von Festivals. Oh, die und die Band spielt grade. Aber jetz aufstehen? Ich lieg grad so gut in der Hängematte. Ich glaub, ich hörs mir von hier an.

Aber wenn man sich dieses Video so anschaut, möchte man doch einfach da hochgehen und sie in den Arm nehmen.Sie war vielleicht einfach noch nicht bereit, sich dem Rummel wieder zu stellen. Und wenn man mal mit Drogen angefangen hat, und dann mit Angst und Verzweiflung konfrontiert ist — womit wird man sich helfen wollen?

Angesichts vieler weiterer youtube-Fundstücke muss man sich dann doch fragen, wie man das alles aushalten kann, ohne Drogen zu nehmen.

Wenn man nicht mal kurz einkaufen gehen kann, ohne dass einen das Blitzlichtgewitter verfolgt und sich die Presse das Maul darüber zerreißt, was man eingekauft hat. Alle starren dich an, ständig. Und dann diese Horde Schulmädchen, oh dear.

Also, ich finde es ziemlich bemerkenswert, dass sie da noch so nett und freundlich bleibt!

Ein weiteres, sehr eindrucksvolles Fundstück — Amy im Alter von zarten 18, als sie mit einem Londoner Cabdriver über ihren plötzlichen Erfolg plaudert.

Sehr süß. So normal.

Beehive, Alkohol, Drogen und Blake kamen erst später.

Apropos Blake, ob es für Reg Traviss wohl komisch war, dass Amy nach wie vor ihr „Blake“-Tattoo auf der Brust hatte? Fühlt man sich durch so etwas nicht irgendwie verunsichert?

Wie dem auch sei — meine liebste Ikone ist tot und ich weine mit Blake und Reg.

Noch vor eineinhalb Jahren war mein Halloween-Kostüm die „totgesoffene Amy Winehouse“. Und auch wenn wir viele Witze darüber gemacht haben, dass es wohl nicht mehr lange dauern wird, ist es dennoch ein Schock und gewünscht hat es ihr keiner. Wie gerne hätten wir gelesen: Amy fully recovered — back with a new stunning album!

Aber es hat nicht sollen sein. Stattdessen reibt sich jetzt die Plattenfirma grinsend die Hände, denn posthum veröffentliche Werke verkaufen sich ob des Hypes 10mal so gut; egal, dass Amy fand, dass die Songs noch nicht perfekt waren.

In einer perfekten Welt würden sie das Geld verwenden, um Staßenkatzen und -hunde zu retten und auf St. Lucia ein Amy Winehouse Music Centre for Children zu gründen.

*sigh*

//

Kurz zu mir: ich bin sehr gespannt auf den Obduktionsbericht. Nach meinen letzten Eskapaden samt Höllenkater fehlt nur noch ein kleines Zeichen. Wenn Alkohol für Amy Winehouse’s Tod mitverantwortlich ist, werd ich den harten Sachen für längere Zeit abschwören und es bei dem occassional cider belassen.

Btw: Ich merke, dass meine eigene Exzentrik nachlässt. Wär ich noch in der Schule, würde ich jetzt wochenlang so rumlaufen:

Aber nein. Ich bin älter und zahmer geworden. Mit 16 ist die Aufmerksamkeit anderer alles. Mit 25 bist du froh, wenn man dich in Ruhe lässt. Und Mann, ich hätte echt keine Lust auf die tausenden blöden Kommentare.

//

Ein Glück, dass Amy nicht mehr lesen muss, was alles über sie diskutiert wird. Dabei ist eigentlich ganz klar, was sie gesucht und auch in Rehab nicht gefunden hätte:

I don’t ever wanna drink again
I just ooh I just need a friend

///

The Guardian schreibt:

The trouble with that purity was that it was absolute; Winehouse’s music was as heart-wrenchingly open and painful as her private life. „Amy was brutally honest with those moments in her twenties that so many women have,“ adds Hanra, „when they loose faith in authority, men, themselves.“
(…)

Amy Winehouse shaped the current music scene even as she absented herself from it. She sang for herself but an entire generation listened. And the resurgence of both albums since her untimely death is proof that her music will see out the years that she did not.

///

R.I.P., sweet Amy. KATA TON DAIMONA EAYTOY

///

Weitere interessante Links:

Amanda Fucking Palmer About Amy Winehouse’s Death

Why I’m No Different From Amy Winehouse

Amy & Blake — A Modern Love Story

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